Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Emiko am Do 8 Nov 2012 - 22:22

Nachbarin heute wieder draußen. Nelli zu sich her gerufen. Hat mich genervt, weil ja unser Hof gerade eine Baustelle ist und der Hund natürlich querfeld ein gerannt ist und alles mögliche umgeworfen hat. Ich hab aber nix gesagt. Bin mit dem Hund zu ihr hin. Ich will ihr die Freude ja nicht vermiesen.

Auf jeden Fall gleiches Spiel: "Ich hol was aus dem Haus!"
Ich: "Heidrun! Sag mal versteht du nicht, dass das mein Hund ist und ich nicht möchte, dass er von den Nachbarn gefüttert wird?"
Sie: "Ich fütter ihn ja nicht, ich gebe ihm bloß ein Leckerli".

Kopf an Wand

Und dann hab ich ihr nochmal, aber seehr deutlich gesagt: "Mein Hund! Nicht dein Hund! Du fütterst den Hund nicht, basta!"

Dann war sie kurz eingeschnappt. Hat den Hund gestreichelt und sagt dann wirklich: "Arme Nelli, solange das Frauchen da ist, darf ich dir nichts zu essen geben, aber die sieht uns vormittags, wenn sie in der Arbeit ist nicht, dann kommste an den Gartenzaun, du weißt ja, wo ich wohne!"

Ich war so sprachlos. Hab Nelli genommen und bin wortlos ins Haus. nanu Was soll denn das? Was soll ich dazu noch sagen? Ich hab jetzt meinem Mann gesagt, dass er ein Machtwort sprechen soll und ich werde IHREM Mann auch sagen, dass er mal seiner Frau einen Hund kaufen soll, wenn sie so gerne Hunde füttert!

Nelli hatte heute übrigens tatsächlich Durchfall!
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Nana am Do 8 Nov 2012 - 23:03

Emiko schrieb:Aber ich kann's leider nicht ändern. Jeder erkennt den Staff.
Trotzdem leugnen!! Sagen, dass du davon nichts weißt und da auch keinen Staff drin siehst. Das ist echt wichtig, falls sich doch mal jemand beschweren sollte. Sonst kriegste nachher mächtig Ärger.


Und deine Nachbarin.. also dazu fällt mir nichts ein. Das ist ja die Dreistigkeit in Person! stutzen
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Luise am Do 8 Nov 2012 - 23:36

Sag' Deiner Nachbarin doch, dass Du demnächst mal ihren Garten neu strukturierst, wenn sie nicht da ist. Oder ihr Wohnzimmer in Deiner Lieblingsfarbe streichst. Und wenn sie dann sagt, das dürftest Du nicht, sagst Du "Siehste, und Du darfst meinem Hund nichts geben". Aber ich glaube, die Frau ist so merkbefreit, die kapiert das gar nicht...
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Pinkmarusha am Fr 9 Nov 2012 - 0:46

Also diese Nachbarn ist - nett gesagt - verdammt frech UND dreist. Da fehlen mir auch die Worte.

Ich lasse mir bei meiner Erziehung auch nicht wirklich reinreden und meiner Meinung nach muss ich das auch nicht. Wenn ich so schlecht und schlimm wäre, hätte ich wohl nicht immer und immer wieder die "Problemfälle" zugeschoben bekommen.

Als ich noch im Elternhaus wohnte und es kam Besuch, wo man wusste, das es unbelehrbare Personen sind, sagten wir auch bei den "Nicht-Kampfhunderassen" von vornherein "Nicht anfassen, die können beißen" (...was so mancher wirklich zu 100% getan hätte)

Bei den "Kampfschmusern" musste ich dann eben die Leine anlegen und sie neben mir behalten oder in ein Zimmer sperren, sonst hätte ich irgendwann Mastschweine gehabt, so fett wären die gefüttert worden. Da half auch schimpfen und motzen nicht...

Die beste abschreckung war mein Kaukaser: Jeder der Kaukaser kennt weiß, die sind einfach nicht "ohne", ich lieb die Rasse trotzdem ^^
Wenn so mancher Besucher, den ich absolut nicht leiden konnte, einfach nicht begreifen wollte, holte ich den Kaukaser, nahm ihn fest am Halsband, stellte mich stabil und sicher hin und sagte dann
"Na wenn du meinst dann gib ihm halt das Leckerli (wurst, fleisch...) ABER bleib mind. 1 meter weg!"
Die Personen mich meistens kopfschüttelnd angeschaut und dann kamen auch so Sätze "Na du armer Hund darf man dir nix geben..."
Hand mit leckerli hingestreckt, Hund streckt schnauze zum leckerli, NIMMT das Leckerli vorsichtig und fixiert die Person dabei UND DANN lies er das Leckerli immer blitzschnell fallen und versuchte die Personen sofort in die Hand zu beißen! Man hörte das wuchtige zuschlagen des Gebisses... Er fraß absolut kein Futter aus fremden Händen - NIE! Weder leckere Wurst noch Fleisch! Und er knurrte und fletschte die Zähne solange bis diese Person mind. wieder auf 5 meter abstand war. Ach - ich hab ihn geliebt mein Brummbär...

Genauso war einer meiner Staffs auch, er hieß Pascha und im Alter von 13 Jahren legte er dieses Verhalten auch nicht ab. Selbst an seinem letzten Tag wollte er den Tierarzt noch angehen und dann kam der schmerzhafte abschied...

Aber alle anderen "Kampfschmuser" (Gina, Shira, Marusha und Igor) wären an purer Überfettung gestorben, die fanden alle Besucher toll und das was in einer Tüte war sowieso ^^ und der jetzige, Tenno, ist genauso ^^


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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Sandy_96 am Fr 9 Nov 2012 - 16:03

Ich kenn das viel zu gut .

Ich hatte damals einen Pflegehund, den hab ich mit 4 Monaten bekommen. War mit ihm in der Hundeschule und weil er so schnell lernte auch noch ein Therapie Hund. Holly war so ein Hund der einfach immer gehört hat , aber eben doch bei jedem probiert hat wie weit sie gehen kann. Und da kam z.B. genau dasselbe Thema wie mit dem Hochspringen auf.

Einmal war eine Freundin dabei als ich mit ihr Gassi gegangen bin. Sie kam nicht als ich sie gerufen hatte und sprang dann noch an meiner Freundin hoch. Die fande das total klasse hat sie gestreichelt, gelobt, alles drum und dran. Hab sie dann angeschnautzt, dass sie das nicht machen darf und so weiter den Hund dann an die Leine genommen und bin gegangen .

So. Am nächsten Tag hatte ich meinen Ruf weg. War dann die Tierquälerin, dass ich Hunde schlecht behandel blablabla. Ich bin mit der übrigens nicht mehr befreundet.
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Emiko am Fr 9 Nov 2012 - 16:12

Klar ist es niedlich, wenn die an einem hochspringen. Nur wenn sie es den ganzen Tag tun, wird's halt irgendwann lästig. Ich fand das auch immer niedlich, auch bei Nelli, zumindest am Anfang. Jetzt nervt's nur noch, wenn sie ständig an mir hochspringt und mich kratzt oder mir Dinge aus der Hand schlägt. Daher kann ich schon verstehen, dass es den meisten Leuten nichts ausmacht, wenn der Hund freudig an ihnen hochspringt, es gibt ihnen das Gefühl, gemocht zu werden "Schau mal wie der Hund sich freut, mich zu sehen." Aber was halt echt gar nicht geht ist, wenn man die Leute anspricht und sie darum bittet, etwas Bestimmtes nicht zu tun und die einen dann hinstellen, als wäre man das aller letzte.

Ihr solltet mal sehen, was mein sonst so super krankhaft-pingelig-korrekter Schwiegervater bei Nelli alles durchgehen lässt nanu Dem kann man hundert mal sagen, dass der Hund nicht von ihm gestreichelt werden soll, wenn er am Esszimmertisch sitzt, Kaffee trinkt und der Hund seine Pfoten an ihm hochstellt und in seinem Kuchenteller schnüffelt.

Ich hoffe, dass Nelli sich bei denen zu Hause genauso benimmt, damit die irgendwann mal kapieren, warum ich nicht möchte, dass der Hund seine Pfoten auf die Sitzbank oder gar auf den Tisch stellt.
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Emiko am Mi 7 Aug 2013 - 12:15

So, es läuft jetzt übrigens viel besser. Vielleicht ist auch die Anfangsfreude über den Hund einfach schon verflogen, es ist ja jetzt normal geworden, dass der Hund da ist.

Die Nachbarin füttert den Hund definitiv nicht mehr. Ich erlaube es ihr konsequent auch nicht. Wenn sie zu mir zu Besuch kommt, gebe ich ihr Leckerlis, die darf sie Nelli geben. Ich will ihr nicht das Gefühl geben, dass dem Hund keine Leckerlis geben darf, die soll doch auch ihren Spaß dran haben, wenn Nelli Hase für sie macht oder Pfote gibt, aber sie darf ihr nichts von ihr selbst geben. Nicht, weil sie dem Hund unbedingt etwas Schlechtes geben würde, aber so habe ich die Grenzen einfach klar abgesteckt.

Nachdem sich der Hund bei den Schwiegereltern auch oft danaben benommen hat (neue, teure Lederstraßenschuhe zerfetzt, auf der super teuren Couch gelegen, Teppichfransen zerfetzt, Pfoten beim Essen auf den Tisch gestellt und Sachen im Garten vergraben) haben die es auch eingesehen, dass wir nicht ohne Grund alles durchgehen lassen und es nicht immer niedlich ist, wenn der Hund Schuhe klaut und sie in den Garten schleift. Irgendwann hat's wohl auch mal gekracht, ich war nicht dabei, da hat mein Mann, der zwei Mal in der Woche bei seinen Eltern essen geht und den Hund mitnimmt, den Hund ein paar Mal zu Hause gelassen. Das war viel schlimmer für die, als sich an ein paar poplige Regeln zu halten: Hund darf nicht hochspringen, Hund wird nicht beachtet, wenn wir essen, Hund bekommt kein Futter. Neulich bekam Nelli einen riesen großen Schweineknochen (!), davon hatte sie zwei Tage lang Verstopfungen und blutete beim Kacken aus dem Arsch böse Ich war nicht dabei, denn ich hätte den Knochen nicht erlaubt. Tja, aber ich glaube, auch das war ein deutliches Zeichen. Ein Mal hat Nelli so einen Wurm zerfetzt, so einen, den man vor die Türe legt, um Durchzug zu verhindern und dabei den Inhalt schön im ganzen Wohnzimmer verteilt grinsen Ach hat mich das gefreut!

Wie gesagt, das musste wohl alles passieren, inzwischen läuft es sehr viel besser. Aber es ist schade, dass man das von Anfang an so hätte haben können, und man erst solche unnützen Kämpfe durchstehen muss.
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Metzo am Mi 7 Aug 2013 - 14:20

Ich kenne das auch noch zu gut mit der Erziehung von Hunden.

Ich meine, wir bekamen meinen, als ich 11 Jahre alt war und da habe ich sehr viel falsch gemacht, weil ich keine Ahnung hatte und ja ich fand manche Sachen auch gemein. Dass der Hund nicht im Bett mitschlafen sollte oder mal auf die Couch darf, fand ich in dem Alter echt einfach nur fies. Leider hab ich dadurch meine Eltern erweicht, das durchgehen zu lassen.

Ergo schlief er im Bett und dürfte auf die Couch. Zumindest war ihm antrainiert worden, nur auf seine spezielle Decke zu gehen. Wenn Besuch da war und die Decke lag nicht auf dem Sofa, ging er auch nicht drauf. Punkt. Als ich älter wurde und später nur noch meine Mutter und ich uns um den Hund kümmerten, lag mir mehr an der Erziehung und gesunden Ernährung, als ihr.

Es ist ein ständiger Kampf gegen meine eigene Mutter gewesen, der der Hund ja leider genauso gehörte wie mir.

Der Hund bellte draußen andere Hunde oder rennende Kinder an:
Ich hab ihn zurück gezogen, kurz gehalten und hab Aus gesagt.
Meine Mutter sagte dazu immer nur, ich sollte den armen Hund nicht so gemein behandeln und ihn so kurz halten, er bekäme ja keine Luft mehr.
Er hing sich halb am Halsband auf, das war richtig, aber 1) kam das nur daher, dass er sich auch unbedingt auf den anderen Hund stürzen wollte und 2) hatte er bereits einmal ein Zughalsband (das sich ja eigentlich zusammen zieht, wenn der Hund an der Leine zieht) kaputt bekommen. Er hatte einfach so lange gezogen, bis sich ein Metallring aufgebogen hatte.
Das Ergebnis war, dass er bei mir, es sich nach einiger Zeit abgewöhnte, bei meiner Mutter nicht.

Der Hund bettelte am Tisch nach Essen.
Ich habe ihm nichts abgegeben. Wenn er mal Nudeln oder etwas Reis abbekam, dann in der Küche direkt in den Napf.
Sie hat ihm immer etwas abgegeben. Beim Frühstück, beim Mittagessen, beim Abendessen und unser Hund hat Schlag 3 Uhr vor seiner Schublade gewartet, weil er wusste, dass meine Mutter immer um 3Uhr Nachmittags Kaffee macht und er wieder ein Leckerli bekommt.
Fazit: Als ich noch daheim wohnte, war er schon übergewichtig durch ihr ganzes zufüttern, inzwischen ist er einfach nur noch fett. Wo er früher nie bei mir gebetelt hat (nicht mal wenn ich mit einem Wurstbrot direkt neben ihm saß), wird er jetzt sogar aufmüpfig im Restaurant und meine Mutter zwingt mir immer auf, dem Hund was abzugeben. Heißt: er kriegt an 4 Mahlzeiten von mindestens 2-3 Personen was zu fressen!

Dass wir es ihm anerzogen hatten, nur auf seine eigene Decke zu liegen, wenn er auf die Couch dürfte, hat sie auch irgendwann kaputt gemacht. Er darf inzwischen liegen, wo es ihm gefällt.
Sie weiß inzwischen schon, dass der Hund bellt, wenn er mehr Aufmerksamkeit will und trotzdem ignoriert sie ihn dann nicht. Statt dessen, wird er dann umwuschelt und "Och du armer, kleiner."
Natürlich ist er jetzt 14 Jahre alt, ist inkontinent und hat schwierigkeiten wo hoch zu kommen. Aber wir alle wissen definitiv, dass er fit sein kann, wenn er will. Nur meistens muss er das gar nicht. Da schaut er ein bisschen wehleidig und sofort wird er bedient. Dass die ihn nich schon permanent tragen, ist für mich ein Wunder.
Mir tut mein Hund unheimlich Leid, wie sie ihn verzogen hat, obwohl ich es ihr sicher 1000Mal gesagt habe, dass sie ihn nicht überfüttern soll, dass fast 12 Kilo für einen Jack Russel Terrier heftiges Übergewicht ist, selbst wenn der TA meint, er wäre nur ein wenig mopsig und dass sie ihm nicht alles durchgehen lassen darf.

Sollte ich je wieder einen eigenen Hund haben, werde ich meine Mutter definitiv so weit wie möglich von ihm fern halten.

 Edit: Ach ja und ganz toll ist es, von anderen Hundehaltern gesagt zu bekommen, dass man Hunde einfach nicht erziehen könnte.
Nur weil ihre 3 Hofhunde unausgelastet waren, jeden ansprangen, die Hochzeitstorte auf dem Tisch alleine verputzt haben und ständig in die Wohnung pinkelten, wollte sie mir verklickern, dass man Hunde einfach nie richtig erziehen könnte. Das war der größte Schwachsinn, den ich je gehört hatte. böse
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Emiko am Mi 14 Aug 2013 - 19:52

Wahrscheinlich denkt jeder Hundehalter von sich, dass er es am besten macht.

Das denke ich von mir aber nicht, ich hab halt einfach auch nur Glück gehabt, dass ich so einen friedlichen und gehorsamen Hund bekommen habe. Nelli war der perfekte Anfängerhund und ich hab nie viel Arbeit in sie reinstecken müssen.

Mich hat's dann immer nur genervt, wenn's hieß "Du hast so einen braven Hund", ja warum lässt man dann den Hund selbst "böse" sein? nanu  (z.B. Hochspringen, betteln, ... das übliche halt).
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Unicycle am Di 3 Dez 2013 - 20:52

Huhu,

ich hatte heute ein Erlebnis, bei dem ich mich auch fast in die Erziehung eines Hundes eingemischt hab; hab es dann aber gelassen, eben weil ich keine Ahnung hab, und das nur schwer einschätzen kann; andererseits war es schon ziemlich heftig.

Ich musste heute mal wieder mit meinen Ratten zum Tierarzt, wegen einer Erkältung, und beim Warten kamen noch einige andere Leute dazu, alle mit Hunden. Eine Frau davon, mit einem wohl noch recht jungem Schnauzer, hat ständig mit ihrem Hund geschimpft, weil dieser gewinselt und gejammert hat. Anfangs blieb es noch beim Schimpfen, dann packte sie in dann und wann an der Schnauze, hielt in hoch und sagte ihm, sie werde gleich wütend. So weit geht's ja noch, dann aber klemmte sie den Kopf des Hundes zwischen ihre Beine und ließ ich nicht mehr los, bis er still war. Der Hund war aber nicht sehr groß und "hing" dann halb in der Luft. Als der Hund dann weiter jammerte, bekam er ein paar Tritte (nicht heftig, aber immerhin) und Schläge zu spüren. Und um das ganze noch zu toppen schlug sie dem Hund irgendwann so fest mit einer Zeitschrift auf das Maul, dass es richtig klatschte. Keiner hat was gesagt; zugegeben, ich auch nicht, aber ich hab mich nicht ganz getraut, ich weiß ja nicht, ob sie da wirklich zu weit gegangen ist, von Hunden hab ich einfach kaum Ahnung. Trotzdem meine ich, sowas sollte auch ohne Schlagen gehen, oder? dontknow 
Was mich einfach ein wenig irritiert hat, war, dass sich auch sonst keiner eingemischt hat.
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Emiko am Di 3 Dez 2013 - 21:14

Also das ist schade, dass du dich nicht eingemischt hast! Warum eigentlich nicht?
Ich hätte der Frau gesagt, dass sich vom Tierarzt gleich mal erklären lassen soll, wie man mit Hunden umgeht.
Der Frau gehört der Hund weggenommen.
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Unicycle am Di 3 Dez 2013 - 22:12

Ich hab mich nicht getraut peinlich Ich kann nicht gut mit Fremden reden, vor allem dann nicht, wenn ich denen sagen will, was die zu tun oder zu lassen haben, ob es jetzt richtig ist oder nicht.

Viel gebracht hätte das vermutlich eh nicht. Was die Frau so erzählt hat ("Ich habe schon seit 40 Jahren Hunde, aber so einen hatte ich noch nie"). Eine andere Hundehalterin hat dann so eine Andeutung gemacht ("Vielleicht fehlt ihm einfach die Sicherheit"), die sie aber wohl nicht so verstanden hat, wie sie gemeint war.
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Emiko am Di 3 Dez 2013 - 22:51

Klassischer Fall von Wegsehen. Die meisten trauen sich nicht.
Warum eigentlich nicht? Ich meine, was hätte denn passieren sollen? Die hätte dich vielleicht beschimpft und mehr auch nicht. dontknow 
Sei ein wenig mutiger! Man muss ja nicht ausfällig werden, aber warum sagt man das der Frau nicht, dass man es nicht in Ordnung findet, wie mit dem Hund umgegangen wird? Und wenn sie dich dann noch dumm anmacht, bestätigt es ja nur, dass sie irgendein Verhaltensproblem hat.

Manche Leute denken, weil sie schon früher einen Hund hatten, haben sie besonders viel Ahnung. "Früher hat man das auch so gemacht." Oder: "Das haben wir schon immer so gemacht." So Leute sind dann total kritikresistent. Meine Nachbarin füttert ihre griechischen Landschildkröten mit Katzennassfutter und aufgeweichtem Hafer. Warum? Weil sie's schon immer so gemacht hat.

Mein Hund ist ein Wartezimmer-Arschlochhund, leider. Ich glaube, im Wartezimmer hab ich sie auch schon mal kräftig am Kragen gepackt und "aus" gebrüllt (was ich sonst bei meinem Hund nie tue). Ob das richtig ist, kann ich nicht sagen. Es passiert eher reflexartig, weil ich ja auch andere schützen will. Vielleicht hat sich da der eine oder andere mit seinem braven und coolen Hund im Wartezimmer über mich gewundert und sich gedacht "Die hat ihren Köter nicht im Griff und ist grob". Aber Wartezimmer sind für viele Hunde und Herrchen/Frauchen absolute Stressorte. Die Hunde spinnen und die Besitzer verhalten sich oft falsch.
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Anna am Mi 4 Dez 2013 - 10:41

Mein Mann hat so einer Tussi, wie du sie beschreibst, auch mal gesagt, sie solle das lassen. Sie schlug auch mit einer Zeitung auf ihren Hund ein. Meine Güte, was hat die Frau sich aufgeregt. augen Hat meinen Mann wirklich übel beschimpft usw. Aber sowas prallt an ihm ab. grinsen Er ist da wirklich total schmerzbefreit.

Er beendete das "Gespräch" dann mit dem Satz: "Ich hoffe, Sie werden auch mal so richtig mit ner Zeitung verhau'n. Und wehe, Sie flennen dann!" Dann hat er sich umgedreht und ist weggegangen. Gut war, dass einige Passanten das mitbekommen hatten und ihm dann kopfnickend zustimmten.

Wenn man eingreift und was sagt, ermutigt man andere Leute, die das mitbekommen, in der nächsten ähnlichen Situation auch was zu sagen. jap Das allein ist es schon wert, finde ich.

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Viele Grüße von Anna  

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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Nana am Mi 4 Dez 2013 - 12:25

Ich bin ja voll die Einmischerin, ich halt nie meine Klappe.
Also zumindest nicht, wenn 'ne bestimmte Grenze einfach überschritten wird. Bei Tieren, die sich ja nunmal nicht wehren können, ist diese Grenze recht schnell überschritten. Ich glaube auch, dass die Leute ihr Verhalten (zumindest in der Öffentlichkeit) verändern würden, wenn sich jedes Mal jemand einmischen würde.
Grade der Tierarztbesuch ist für Tiere einfach 'ne angespannte Situation. Wenn ich mitbekommen würde wie da im Wartezimmer jemand auch noch grob zu seinem Hund wird, dann würde ich mich sofort einmischen.. der arme Hund!


Ich will mich ja auch nicht ganz freisprechen. Ich habe hier 'n Hund, der in der Wohnung gerne mal bellt. Ich habe auch mal 'n schlechten Tag und bin mit den Nerven am Ende. Wenn mein Hund dann grade besonders viele Gründe zum Bellen findet und ständig unheimlich laut loslegt - ja, da werde ich manchmal auch grob und unfair gegenüber meinem Hund. Das tut mir nachher dann auch leid aber ich bin ja auch nur ein Mensch.
Also zu schnell urteilen sollte man auch nicht. Manchmal verhält man sich halt blöd, kein Mensch ist perfekt.

Die Frau im Wartezimmer von der Unicycle spricht ist aber eindeutig zu weit gegangen. Das klingt auch nicht nach "Ich bin grade auch mit den Nerven am Ende und überfordert" sondern nach "Du nervst mich und ich reagiere dann immer so". Da hätte ich mich eindeutig eingemischt. Grade in einer so angespannten Situation wie dem Tierarztbesuch ist es echt schrecklich sich gegenüber dem Hund so zu verhalten. Ich wär' viel zu wütend gewesen um nichts zu sagen.


Find's auch sehr schade und traurig, dass so wenig Leute ihren Mund auf kriegen und unangenehme Situationen viel lieber scheuen. Deswegen läuft in dieser Gesellschaft so viel schief und deswegen können Menschen auf offener Straße totgeprügelt werden. Alle finden's nachher blöd aber wegsehen ist einfacher. Dabei wär' es auch einfach, wenn sich nicht immer nur ein Einzelner trauen würde, sondern man als Gemeinschaft reagieren würde.
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Re: Wenn sich Leute in die Hundeerziehung einmischen, die keinen Plan haben

Beitrag  Emiko am Mi 4 Dez 2013 - 19:36

Es ist natürlich immer leicht zu sagen, dass man sich selbst eingemischt hätte. Ich bin im Gegensatz zu Nana eher auch eine, die die Konfrontation scheut und eher wegsieht. Daher kann ich das schon verstehen. Denke mal, dass du Angst hattest. Auf offener Straße hätte ich sicherlich auch oft Angst bei Problemen einzugreifen, obwohl ich vielleicht was unternehmen sollte.

Aber hier im Wartezimmer, da hätte ich wirklich was gesagt. Einfach, weil man da Zeugen hat, die Ärzte dazuholen kann und die Unterstützung bekommt. Ich hab mal, das ist aber schon Jahre her, auch was Ähnliches im Wartezimmer erlebt. Da hat ein Hund vor Angst ins Wartezimmer geschissen und die Besitzerin war so wütend darüber, dass sie den Hund reingetunkt hat!

Ich habe mich damals auch nicht getraut was zu sagen, ich stand auch irgendwie total unter Schock. Aber ich habe es dann der Tierärztin erzählt und diese ging dann sofort raus und klärte das.
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